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Der Berger de Picardie

Beschreibung:

Der Picard gehört zu den ältesten französischen Hütehunderassen. Er ist ein liebenswertes Familienmitglied, das Fremden gegenüber eher zurückhaltend ist. Er ist sehr eigenwillig und braucht einen einfühlsamen Besitzer.


Die Persönlichkeit des Berger de Picardie

Man bezeichnet ihn als „Charmantes Raubein mit zarter Seele“ und der Picard verkörpert tatsächlich diese widersprüchlich wirkenden Eigenschaften. Er ist sehr lernfähig, wenn er will. Die Eigenwilligkeit ist durchaus bemerkenswert. Und wer sich darauf einlässt, kann jede Menge von diesem Hund lernen.


Vorlieben, Erziehung und Pflege

Der Picard ist ein ausgeglichener Hund, dem das Hüten von Schafherden im Blut liegt. Gleichzeitig erweist er sich als liebevolles Familienmitglied und aufmerksamer Wachhund. Agility und Turnierhundesport sind für ihn ebenso interessant wie die Rettungshundearbeit.
Mit viel Geduld, Einfallsreichtum, Zeit und Motivation lässt er sich schon erziehen. Die Gabe, das Leben mit einer Portion Humor zu betrachten, ist für den Picard-Halter dabei durchaus auch hilfreich. Denn obwohl der robuste Franzose alle Voraussetzungen für verschiedene Einsatzgebiete mitbringt, bewahrt er sich stets seinen eigenen Kopf und macht nur das, was er auch 'einsieht'. Er ist kein sturer 'Befehlsempfänger'. Wer das akzeptiert und es versteht, mit einem Picard umzugehen, bekommt dafür einen liebenswerten Begleithund, der viel Freude bereitet.

Die Fellpflege ist einfach. Gelegentliches gründliches Bürsten reicht.


Aussehen

Der Picard ist mittelgroß und wirkt rustikal. Er ist gut bemuskelt, dabei aber nicht plump.

Bei einer maximalen Widerristhöhe von Hündinnen (55 - 60 cm), Rüden (60 - 65 cm) bewegt sich der Picard geschmeidig und frei. Sein Gangwerk ist elegant und mühelos.

Mit seinen kräftigen Augenbrauen, dem Kinn- und dem Schnauzbart erinnert der Picard etwas an einen Griffon. Die natürlichen Stehohren sind breit am Ansatz und hoch angesetzt. Die Augen sind vorzugsweise dunkel.

Das harte, halblange Haar fühlt sich rau an. Es ist am gesamten Körper fünf bis sechs Zentimeter lang und verfügt über feine, dichte Unterwolle. Als Farben sind Fauve, Fauve-charbonné (mit schwarzer Deckfarbe), Fauve-Gestromt und bringé.


Die Herkunft

Obwohl es die Rassebezeichnung vermuten lässt, ist fraglich, ob der Berger de Picardie tatsächlich ausschließlich aus der Picardie stammt. Denn rauhaarige Hüte- und Treibhunde waren im gesamten Nordwesten Europas verbreitet. Offiziell wurde der erste Picard 1863 im Rahmen einer Hundeausstellung bewertet. 1925 erfolgte die offizielle Anerkennung der Rasse. Bis zum Zweiten Weltkrieg entwickelte sich die Geschichte des Picards nicht nennenswert weiter. Dann fanden sich Rasseliebhaber zusammen, die sich für den eigenwilligen Franzosen stark machten. 1955 ist das Gründungsjahr des Clubs „Les Amis Du Berger Picard“, der vier Jahre später offizielle Anerkennung fand. 1964 wurde ein neuer Rassestandard erlassen.